Darf ich vorstellen, dass ist die Chefin unter unseren Hunden. Auf dem ersten Bild seht Ihr unsere Joy mit ca. 10 Wochen, darunter so wie sie heute ausschaut. Sie ist ein Jack Russel - ein Ebenbild ihrer Mama, Papa war kurzhaarig. Sie ist seit März 2003 bei uns, im Alter von 8 Wochen haben wir sie übernommen. Es war damals nicht Liebe auf den ersten Blick, vielmehr haben wir uns von unseren Bekannten überreden lassen. Ich war dann aber die ersten drei Wochen zu Hause um sie sauber zu bekommen und ihr zu helfen, sich richtig einzuleben. Während dieser Zeit entstand eine enge Bindung und die intensive Liebe zu diesem Tier wuchs. Heute ist sie, wie es auch mein John war, absolut Frauchen bezogen. Herrchen muss sich wieder einmal wohl oder übel hinten anstellen.
Eine super freche Maus, ohne jeglichen Respekt gegenüber anderen Hunde - egal welcher Größe.


Tja, und dann haben wir doch noch Familienzuwachs bekommen. Alle fanden unsere Joy so süß ...! Und drei unserer Bekannten baten uns inständig darum, sie doch nur einmal decken zu lassen. So ließen wir uns dann überreden. Wußten wir doch, dass drei Welpen auf jeden Fall ein gutes zu Hause bekommen würden. Und beim ersten Mal war ja eh nicht mit einem sehr großen Wurf zu rechnen. Es war klar, dass wir später notfalls dann einen Welpen behalten würden. Doch es kam ganz anders.
Joy bekam 4 Welpen, wovon uns einer leider in den ersten Tagen verstarb. Die drei anderen (zwei Jungen und ein Mädchen) wuchsen heran und wir informierten unsere Bekannten, dass sie nun schon einmal schauen könnten, wen sie denn später nehmen wollten. Doch da geschah etwas, womit wir niemals gerechnet hatten. Der eine hatte mittlerweile einen anderen Hund, dem nächsten passte es gerade nicht, weil er doch dieses Jahr noch Urlaub machen wollte und auch der dritte hatte jegliches Interesse verloren. Nachdem wir diese Nachrichten erstmal verdaut hatten, entschieden wir uns, zu inserieren. Doch es folgte keine Resonanz. Erst als die Kleinen 8 Wochen alt waren, meldeten sich die ersten Interessenten.
Doch da hatte sich mein Mann bereits entschieden. Seine Hunde sollte niemand bekommen. Es waren alles Fremde und wer weiß, ob die dann wirklich so verantwortungsvoll waren und die Hunde bis zu ihrem Ende gut versorgten. Es werden so viele Tiere einfach abgeschoben, gequält usw. Das konnte er nicht zulassen.
Somit hatten wir jetzt wieder vier eigene Hunde. Mama Joy genießt das Spiel mit ihren Kleinen. Auch heute, wo sie nun schon selbst erwachsen sind, ist die Russel-Bande eine richtige Familie. Die ersten Jahre hat unsere Jeanie das Quartett begleitet. Heute ist unsere Caya (siehe weiter unten) mit von der Partie und spielt am liebsten mit den Jungs.



Eigentlich wollten wir, nachdem uns unser Dobermann Jeanie verlassen hatte, ja keinen weiteren Hund. Doch, wie das Leben so spielt. Wir schauen einfach zuviel Tiersendungen - u.a. auch "Tiere suchen ein Zuhause". Dort wurde ein Dobermann vorgestellt.... und da war uns sofort klar: den wollten wir zu uns nehmen. Leider war unter der angegebenen Telefonnummer niemand zu erreichen und auch unsere Rückrufbitte wurde nicht erfüllt.
So stöberte ich im Internet und kam an eine Anzeige einer Tierhilfeorganisation, in der eine Dobermanhündin vorgestellt wurde. In Griechenland auf einem Bauhof aufgegriffen mit 10 Welpen, von denen bereits 5 noch in Griechenland vermittelt werden konnten. Die anderen 5 kamen mit Mama nach Deutschland. Ihr Schicksal hat uns sofort angesprochen und wir nahmen Kontakt auf. Die Pflegestelle, in der sie seit wenigen Wochen war hätte sie gern behalten. Jedoch hatte dieses noch ziemlich dürre, zerbrechliche Wesen eine panische Angst vor Männern und der Herr des Hauses kam trotz aller Versuche nicht an sie heran.
Mein Mann verliebte sich sofort und merkwürdiger Weise ließ sie sich von ihm (wenn auch unter totaler Anspannung) anfassen.
So kam unsere Caya zu uns.
Viel Liebe und Geduld brauchte es, aber es hat sich gelohnt (wie immer). Caya hat nicht nur gut zugelegt, sie läßt mittlerweile auch schon den Kontakt mit Männern zu, sofern wir ihr vorher zeigen, dass es sich um einen Freund handelt.
Wir wissen nicht, was in Griechenland passiert ist. Sicher ist aber - es muss schrecklich gewesen sein. Denn vor den Griechen hat sie auch heute noch panische Angst. Wir haben griechische Bekannte. Solange diese deutsch mit ihr sprachen, war die Welt in Ordnung. Doch einige Sätze auf griechisch ließ den Kontakt sofort abbrechen. Egal ob Frau oder Mann. Beide brauchen sich ihr nicht mehr nähern, dann läuft sie in Panik weg.
Mit anderen Hunden hat sie überhaupt keine Probleme, sie ist unwahrscheinlich sozial. Aber das Zusammensein mit ihren Menschen (und hier vor allem mit meinen Mann) genießt sie am meisten.
Wir lieben unsere Caya und hoffen, dass sie uns noch lange begleitet.
Hier natürlich auch ein Foto von unserer Süßen.
